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Zusammensetzung der Naturnahrung

Der Koikarpfen gehört zur Gruppe der Allesfresser, wobei seine Nahrung überwiegend aus kleinsten Wasserorganismen besteht [1]. Anhand von Darmuntersuchungen an zweijährigen Karpfen lassen sich die gefundenen Nahrungsbestandteile in drei Kategorien einteilen:

  • Krebstiere (Daphnien) [2]
  • Insekten (Chironomidae) [2]
  • Nahrungsbestandteile (Algen, Pflanzen, Partikel uvm.) [2]

Die bedeutendsten Vertreter für die Krebstiere stellen Wasserflöhe dar, bei den Insekten treten primär Zuckmückenlarven auf. Der Darminhalt eines Fisches mit seiner jeweiligen Zusammensetzung schwankt je nach Vorkommen der Futtertiere.

Es wird Nahrung bevorzugt, die einfach aufzunehmen ist und eine hohe Vorkommnis zeigt. Über das ganze Jahr gesehen, können dies z.B. Insektenlarven, Wasserflöhe, pflanzliche Substanzen, Schnecken und ähnliche Kleintiere sein [3]. Die Naturnahrung weist einen hohen Wassergehalt, mit nur geringer Nährstoffkonzentration auf. Daher muss der Karpfen eine große Menge Futter zu sich nehmen.

Die natürliche Nahrung weist in der Trockensubstanz (ohne Wasseranteil) zum Teil einen hohen Protein- und Fettgehalt von bis zu 60 % Eiweiß und 28 % Fett auf [4]. Durchschnittlich wird der Proteingehalt in der Naturnahrung mit 55 % angegeben [3].

Ein häufig diskutiertes Thema im Bereich der Koiernährung ist das richtige Protein/Fett-Verhältnis der Nahrung. Hierbei sollte sich stets an der natürlichen Nahrungsaufnahme der Koikarpfen orientiert werden. Nicht zuletzt setzen Koifarmen und Teichwirtschaften nach wie vor Naturnahrung für die Aufzucht ihrer Babykoi und Jungfische ein, da dies die optimale Ernährung darstellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht der prozentuale Anteil von Protein und Fett ausschlaggebend für die Ernährung ist, sondern die absolut aufgenommene Menge an Protein und Fett aus der Nahrung. Ebenfalls relevant ist das Verhältnis von Protein zu Fett.

Kohlenhydrate spielen in der Koiernährung eine untergeordnete Rolle. Ernährungsphysiologisch benötigt der Koi für das Wachstum nur geringe Mengen an Kohlenhydraten.

Wissenschaftliche Quellen:
[1] Geldhauser, F. & Gerstner, P. (2011): Der Teichwirt. Karpfen und Nebenfische. 9. überarbeitete Auflage. Ulmer Stuttgart, S. 76 – 93.
[2] Barthelmes, D. (1967): Schätzung der Naturnahrungsverhältnisse im Karpfenteich als Grundlage zur Verbesserung der Kondition der Karpfen und zur Steigerung der Erträge. Dt. Fischerei-Ztg 14 (11), 330 – 343.
[3] Schäperclaus, W. & Lukowicz, M. V. (1998): Lehrbuch der Teichwirtschaft. 4. neubearbeitete Auflage. Parey. Berlin, S. 51 – 209.
[4] Schreckenbach, K. (2015): Ernährung von Karpfen in Teichen: Koi-Hobby. Institut für Binnenfischerei e. V. Potsdam-Sacrow.

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